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Fun with Drives! Nr. 12: Warum fallen manchmal heile Motoren durch die Hochspannungsprüfung?

Thema Leckströme & Co.

In Folge 12 von Fun with Drives geht es um die Prüfung von Elektromotoren und auf was man besonders bei einer AC-Hochspannungsprüfung achten muss.

Was ist wichtig:

Bei einer Isolationsfestigkeitsprüfung muss man neben der Prüfspannung als erstes auch den Leckstrom definieren. Bei diesem Strom wird festgelegt, ob ein Motor “lebt” oder “nicht lebt”. Wenn diese Leckströme auftreten “piepen” die Systeme. Heißt: Motor “tot”.
Ist das einfach? 
Nicht ganz…
Denn je nach Motorgröße fließen unterschiedlich hohe Blindströme während der Messung, was die Messung entsprechend stark beeinflussen kann.

Heißt in der Praxis: 

Wenn ich die gleichen Prüfvorgaben (vereinfacht: “muss 2,2 kV halten”) für einen 200W Motor wie für einen 7kW Motor mache, dann kann es gut sein, dass der 7kW Motor “durchfällt” obwohl er an sich gut ist (also klassische “false negative” Entscheidung). Wichtig ist hier, die Leckströme adäquat zu definieren.

Typisch im kleineren Motorbereich sind 3-5mA Leckstrom, in größeren Motorbereichen auch deutlich höhere. Wichtig ist immer, dass der Leckstrom konstant bleibt und nicht ansteigt.

Es gibt noch mehr Prüfmerkmale für Motoren wie bspw. Höhe der Teilentladung oder Verhalten beim Anlegen einer Impulsspannung etc.

Interesse an mehr Details? Dann sprechen Sie mit uns! sales@esitron.de