Oder mathematisch:
Sei…
S = Sicherheitsfaktor
Ing = Menge aller an einer Antriebsauslegung beteiligten Ingenieure
so gilt:
S ist proportional zu |Ing|
wobei…
|Ing| = Kardinalität von I (Anzahl der Ingenieure)
Was meine ich damit? 🙂
Faktisch kommt bei jeder Festlegung einer benötigten Leistung ein Sicherheitsfaktor dazu. Derjenige, der es berechnet beim Maschinenbauer, derjenige, der es anfragt, derjenige, der die Anfrage in eine Antriebslösung übersetzt, derjenige, der die Antriebe final definiert – alle machen ein bisschen Sicherheit dazu.
Am Ende werden dann oft überdimensionierte Antriebe angefragt und ausgelegt.
Lösung: Gebt den Herstellern der Antriebe klare Drehmoment-Drehzahlkennlinien über die Zeit – für Eure konkrete Maschine. Wenn die Antriebe das erfüllen, könnt Ihr sicher sein, den optimalen Antrieb zu erhalten.
Oder: Testet die Motoren. Startet dann aber mit der kleineren Auslegung! Warum der kleineren, weil sonst der Status-Quo-Effekt zuschlägt (einfach mal Internet / KI befragen – geht hier zu weit 😅) .
Faktisch kommt man, wenn man mit der stärkeren Lösung gestartet ist, meistens nicht mehr von der Lösung weg.
Noch ein abschließender Hinweis:
In der Praxis ist es natürlich hochrelevant die Proportionalitätskonstante k korrekt zu bestimmen. Also wenn S=k |Ing|.
k hängt dabei auch stark von Risikokultur des Unternehmens ab. 1,1…1,2 ist durchaus guter Durchschnitt, also 10-20%. Es soll bei risikoaversen Ingenieuren aber bis zu 1,5 vorkommen (50% Sicherheit).
Vertriebler arbeiten übrigens nach einem anderen Gesetz! Das ist wichtig zu wissen. Hier is k eher <1. 😅😎😉
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